Wie veranschauliche ich Komplexität unkompliziert? Dieser Frage ist Torsten Koerting nachgegangen und hat mit Kollegen das Projekt-Polygon entworfen. Im Interview von PM 10 Minutes sprechen wir über die fünf Dimensionen dieser Visualisierung und spielen an einer komplexen Projektsituation das Modell in der Praxis durch:
Hier ein Beispiel für ein vollständiges Projekt-Polygon in hochauflösender Qualität:
Mehr Information über Herrn Koerting und seine Projekte erhalten Sie in seinem Blog auf torstenkoerting.com.
Dr. Michael Gerharz hat in seinem Blog Überzeugend Präsentieren eindrucksvolle Beispiele für Veränderungsblindheit zusammengestellt, u.a. dieses Studienergebnis:
In der „Door“ Study von Simon & Levin sieht man zwei Gesprächspartner, von denen einer dem anderen den Weg erklärt. Einer der beiden wurde während des Gesprächs erfolgreich ausgetauscht, d.h. der andere merkte es nicht einmal.
Wenn Sie als Projektmanager ein Meeting moderieren, wird Ihnen sicher auffallen wenn ein Teilnehmer hinter Ihrem Rücken wechselt. Im Projekt ist der Projektmanager sich ständig bewusst, dass Änderungen um ihn herum stattfinden, ob von ihm initiiert oder nicht. Die Frage ist nun, wieviele für ihn eigentlich wichtige Veränderungen bemerkt ein Projektmanager nicht, obwohl der glaubt die Situation im Griff zu haben? Und wann fliegt im ein entsprechendes Problem dann um die Ohren? Wie gut hat er seinen Kommunikationsplan und sein Kommunikationsverhalten angepasst um über die Änderungen proaktiv informiert zu werden?
Viele spannende Fragen hinsichtlich derer dieses Video einfach Öl ins Feuer gießen soll. Viel Erfolg bei der Selbstbeobachtung.
Vor einiger Zeit habe ich auf PM Hut die ultimate pm book list von Chuck Tryon, einem PM-Trainer aus den USA gefunden. Insgesamt stellt er in seiner persönlichen Liste 55 Bücher vor, wovon ich hier die mit AAA bewerten wiedergeben möchte:
Byham, William C. Zapp! The Lightning of Empowerment. 1988.
Jeff Cox. Heroz. Empower Yourself, Your Coworkers, Your Company. 1993. (Teil 2 von Zapp!)
Covey, Stephen R. Principle-centered Leadership. 1991. (ebenfalls ein Werk über Empowerment)
DeMarco, Tom and Timothy Lister. Peopleware: Productive Projects and Teams. 1987. (Das Lieblingsbuch von Chuck)
Kersten, E.L. The Art of Demotivation. 2005. (Der Autor ist Doktor und bietet unter anderem Motivationsposter an wie “If a pretty poster and a cute saying are all it takes to motivate you, you probably have a very easy job. The kind robots will be doing soon!”).
Lewis, James P. Fundamentals of Project Management. 1997 (Ein gutes Einsteigerbuch).
McMenamin, Stephen M. and John F. Palmer. Essential Systems Analysis. 1984.
Naisbitt, John. Megatrends: Ten New Directions Transforming Our Lives. 1982. (enhält unter anderem eine gute Diskussion des Übergangs von der Industrie- in die Informationsgesellschaft).
Peters, Thomas J. Liberation Management: Necessary Disorganization For The Nanosecond Nineties. 1992. (für Chuck das beste Buch über Projektmanagement, das jemals geschrieben wurde).
Project Management Institute. A Guide to the Project Management Body Of Knowledge. (Da gibt’s nichts mehr zu sagen).
Toffler, Alvin and Heidi Toffler. Creating a New Civilization: The Politics of the Third Wave. 1995.
…so zumindest mein Eindruck als ich eben die vor kurzem veröffentlichte deutsche Übersetzung des PMBOK® Guide „aufgeschlagen“ habe. Da waren doch tatsächlich die Tabellen und Diagramme in englischer Sprache zu finden, die ich selbst noch übersetzt hatte:
Donn Greenberg, Manager Publications des PMI® hat mir versichert, dass die finale Version am 11. Juni vom PMI bereitgestellt wurde, die gedruckte Ausgabe wird selbstverständlich ebenfalls komplett in Deutsch erscheinen. Falls Sie wie ich eine denglische Version erwischt haben, einfach erneut herunterladen.
Hinweis: Das Vergnügen beschränkt sich auf PMI-Mitglieder.
Dieser Comic bringt ein Thema aus der agilen Welt für Projektmanager auf den Punkt: Sind Sie committed oder nur beteiligt?
Der referenzierte Klassiker dazu findet sich auf Implementing Scrum:
Als Projektgeschichte verpackt findet man die Story übrigens sehr schön im Projektgeschichten-Blog von Sigrid Hauer
Der Satz, mit dem Ihre Projektmnagement-Karriere beginnen könnte, lautet in etwa so:
„Müller, Sie machen das!“
Je nach Temperament Ihres Vorgesetzten folgt nun eine kurze bis längere Begründung dieser Entscheidung – diese handelt von Erfolgen aus der Vergangenheit, Ihrem hohen Ansehen, fachlicher Qualifikation und weiteren netten Floskeln, die Ihnen jetzt nur leider gar nichts helfen. Denn eine Frage können auch die nettesten Worte und kiloweise Wohlmeinen nicht beantworten:
„Wie, was, wann, häh“?
OK – das sind mindestens vier Fragen, der gemeinsame Nenner ist aber das riesengroße Fragezeichen, welches sich vor Ihnen auftürmt.
Diese Serie von Artikeln beschreibt diese Situation und gibt Ihnen die Werkzeuge und Tipps an die Hand, die Sie für Ihr erstes Projekt brauchen werden. Auch erfahrene Projektleiter sind herzlich willkommen, um zu diskutieren und vielleicht auch noch etwas zu lernen.
Lassen Sie mich zuerst die aufkommenden Fragen sortieren:
Wie geht es los?
Was mache ich zuerst?
Wann tue ich was und wie?
Wie gehe ich mit den Dingen um, die ich jetzt noch nicht weiß, von denen noch nicht mal ahne, dass sie existieren?
Je nach persönlichem Leidenswillen drängen sich unzählige weitere Fragen auf, das geht soweit, bis man den Wal vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Hier die paranoide Variante: Den Rest des Beitrags lesen »
Die meisten Projekte dauern länger als geplant. Häufige Ursachen sind ein unklarer Projektauftrag, viele Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung und eben auch ungenaue Schätzungen. Gerade bei Softwareprojekten sind Schätzungen schwierig und so fand ich das aktuelle Posting von Glen B. Alleman zu Fehlerquellen bei Schätzungen äußerst spannend. Er kommentiert die wichtigsten Gründe aus Michael Axelsen’s Review des Papers Judgment under uncertainty: heuristics and biases von Tversky & Kahnemann (1974):
Repräsentativität
Beispiel: Die Kollegen in Florida haben die Aufgabe in 1.400 Stunden erledigt, also sollten wir das auch schaffen.
Mangelnde Berücksichtigung der statistischen Verteilung früherer Aufwände
Beispiel: Die anderen haben 1.400 Stunden gebraucht, aber auch ohne genaue Analyse haben wir genug aus den Fehlern gelernt um mit weniger Aufwand fertig zu werden.
Mangelnde Berücksichtigung der Stichprobengröße
Aus wenigen Werten kann man eben nicht besonders gut auf zukünftige Aufwände schließen.
Fehleinschätzungen von Zufällen
Beispiel: Ich habe das an 3 oder 4 anderen Stellen gesehen, also wird das Gleiche hier passieren.
Unbegründete Vorhersagen
Beispiel: Beim letzten Mal ist es aus dem Grund so passiert, also liegt diesmal der gleiche Grund vor.
Fehleinschätzung der Regression
Beispiel: Aufgrund der Schätzungen können wir die Varianz ermitteln und darauf basierend die zukünftige Arbeit einschätzen.
Befangenheit aufgrund der ausgewählten Referenzergebnisse
D.h. meist werden Beispiele verwendet, die einem besonders geläufig sind.
Befangenheit aufgrund der Verfügbarkeit von Daten
Beispiel: Wir hatten nur die Daten des Projekts in Dallas und haben dessen Daten für unsere Schätzungen verwendet.
„Abgleich und Verankerung“
Beispiel: Das Managemen that uns eine initiale Schätzung hinsichtlich Kosten und Zeitplanung geliefert auf dessen Basis wir eine verbesserte Schätzung liefern müssen.
Befangenheit hinsichtlich der Bewertung von (un)abhängigen Ereignissen
Beispiel: Unsere Daumenregel hat uns in der Vergangenheit gute Dienste geleistet.
Beharren auf einer subjektiven Einschätzung der Wahrscheinlichkeitsverteilung
Beispiel: Lasst uns die Varianzen nicht groß verändern, das fühlt sich in dieser Situation einfach nicht richtig an.
Vor einiger Zeit bin ich Thomas virtuell begegnet und habe mich auf Anhieb gut mit ihm verstanden. Seine Projektmanagement-Erfahrung wird das PJMB-Blog ab jetzt begleiten und beginnt heute mit einer Einsteigerserie für Projektmanager. Thomas beschreibt sich selbst so:
Thomas Weller ist freiberuflicher Projektleiter (PMP) und rettet hauptberuflich notleidende Projekte. Er hat ca. 2.000 Menschen trainiert, die ersten Hürden als Projektleiter zu meistern.
Sein besonderes Interesse gilt den Hürden in der Kommunikation zwischen allen in Projekten Beteiligten. Er spricht fließend Klartext und versucht ständig, diese zur Weltsprache zu erklären.
Sie können sich mit ihm über XING und Twitter vernetzen.
Willkommen Thomas!
»PA project manager is not the monitor of the contractor’s work but is to be the driver. In award fee situations, the government personnel should be making every effort possible to make sure the contractor gets a high score (i.e., be on schedule and produce good work). Contractors don’t fail, NASA does and that is why one must be proactive in support. This is also why a low score damages the government project manager as much as the contractor’s manager because it means that he is not getting the job done.« rule #47 for NASA PMs
Ich habe mich der Einführung und Weiterentwicklung des Projekt-managements und seiner Standards verschrieben und biete Ihnen täglich spannende Wissensausflüge und Neuigkeiten.
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